Zum 3. Jahrestag des Hamas-Massakers am 7. Oktober 2023
„Am 7. Oktober hörte das Herz der Linken auf, zu schlagen“, schrieb die französisch-israelische Soziologin Eva Illouz wenige Wochen nach dem Massaker der Hamas und ihrer Verbündeten am 7. Oktober 2023, dem größten Massenmord an Jüdinnen und Juden seit der Schoa. Dieser Satz ist Ausdruck des Entsetzens, das Eva Illouz empfand, als Teile der politischen Linken, der sie sich selbst zugehörig fühlt, den Terrorakt in New York, in Berlin und vielen europäischen Städten und in Einklang mit islamistischen Agitatoren in aller Welt feierten. Eva Illouz dürfte kaum überrascht haben, dass Antisemitismus auch in sich als links verstehenden Milieus zu finden ist. Der Antisemitismus ist als „negative Leitidee der Moderne“ fest in den Tiefenströmungen unserer heutigen, vermeintlich aufgeklärten gesellschaftlichen Diskurse und Vorstellungen verankert. Nur mit großer Naivität ließe sich annehmen, irgendeine politische Strömung sei dagegen grundsätzlich immun.
Dass es aber keine kleinen Teile der sich für fortschrittlich haltenden globalen Linken waren, nicht nur einige Splittergruppen, sondern auch zahlreiche ihrer prominentesten Stimmen, die frei von Empathie für die tausenden Toten und Verletzten auf das bestialische, von den mordenden Tätern multimedial übertragene Schlachten blickten, das veränderte alles. Kaum war die furchtbare Nachricht eingetroffen, begannen sie sofort mit großer Leidenschaft, die Taten zu leugnen, zu relativieren und zu „kontextualisieren“, wenn sie nicht sogar offen für die Mörder Partei ergriffen. Das hat in dieser Vehemenz und Schärfe nicht nur Eva Illouz überrascht, sondern auch mich und viele meiner linken Bekannten.
Wie konnte so etwas in der Linken geschehen, die sich doch definitionsgemäß der universellen und emanzipatorischen Sache verpflichtet fühlt? „Die Internationale erkämpft das Menschenrecht“ heißt es in der bedeutendsten Hymne linker Bewegungsgeschichte … Ihr Kampf galt doch allen unterdrückten, gepeinigten, erniedrigten Menschen, ausnahmslos allen! Wie kann sein, dass davon nicht mehr die Rede ist, wenn Juden und andere Opfer dieses Massakers mit kraftvoller emotionaler Aufwallung aus dem Geltungsanspruch der Menschenrechte exkludiert werden, wenn Anti-Humanismus so unverhohlen und geradezu obsessiv propagiert, ja, gefeiert wird? Wie war es möglich, dass Linke ihre Ansprüche und Ziele derart verraten?
Die Historie der sozialistischen Bewegung verzeichnet eine lange und starke Traditionslinie des Kampfes gegen Antisemitismus und des Engagements wie intellektuellen Einflusses jüdischer Linker. Aber ebenso ist zu konzedieren, dass diese Bewegungsgeschichte auch manch finstere antisemitische Weltsichten und Traditionen in sich trägt. Sie wurzeln in einem Gesellschaftsverständnis, das oberflächlich bei den Erscheinungen kapitalistischer Dynamik verharrt. Man sucht kollektive Schuldige für soziale Missstände, statt die moderne kapitalistische Gesellschaftsform als Form abstrakter, verdinglichter Herrschaft zu begreifen.
Das 20. Jahrhundert, das „Zeitalter der Extreme“ (Eric Hobsbawm), kennt vor allem ein zutiefst instrumentelles Verhältnis des in den Staatsparteien der Ostblock-Diktaturen zum Dogma geronnenen Sozialismus zum Antisemitismus: Diente es dem Machterhalt oder den außenpolitischen Zielen, sah der Parteikommunismus im Rückgriff auf und in der Aktivierung antisemitischer Deutungsmuster in der Bevölkerung eine völlig legitime Strategie. Die vielfältige, auch jüdische, sozialistische Geschichte war ein Steinbruch, in dem man sich selektiv und machtlegitimierend bediente, wie es sich gerade anbot.
So reproduzierte schon die KPD der Weimarer Republik in ideologischer Konkurrenz mit den aufstrebenden Nationalsozialisten antisemitische Stereotypen. Der bolschewistischen KP Russlands und ihren internationalen „Schwesterparteien“ half die Aktivierung antisemitischer Kennzeichnungen, um politische Säuberungen zu rechtfertigen und sich unliebsame politische Konkurrenten vom Hals zu schaffen – so geschehen in den Dreißiger- und Vierzigerjahren in der UdSSR oder 1952 im Slánský-Schauprozess in der ČSSR, wo „Zionismus“ zum zentralen Anklagevorwurf wurde. Während des Kalten Krieges griffen die Staaten des Ostblocks, um ihr Bündnis mit den „nationalen Befreiungsbewegungen der Welt“ gegen die USA und ihre Verbündeten ideologisch „fest zu schmieden“, zu „antizionistisch“ gelabelten, kaum verhüllt antisemitischen Propagandakampagnen. Hatte die UdSSR den UN-Teilungsbeschluss noch unterstützt und Israel Waffen im Unabhängigkeitskrieg geliefert, kehrte sich diese Haltung alsbald in bittere Feindschaft gegenüber Israel und zur Zusammenarbeit mit seinen Feinden.
Nach dem Sechstage-Krieg 1967 erfuhr auch die Perspektive der sich gerade formierenden radikalen „Neuen Linken“ des Westens, die mit Ostblock-Parteikommunismus eher wenig anzufangen wusste, eine Wendung. Sie stand bis dahin weitgehend auf der Seite Israels. Dies schlug nun bei Vielen ins Gegenteil um. Enttäuscht von der Entwicklung des Landes und seiner Orientierung Richtung USA, sahen sie Israel nicht als von den arabischen Nachbarn in seiner Existenz bedrohtes kleines Land, sondern als militärisch überlegenen Vorposten des Westens in Nahost. Es brach die Stunde unkritischer Solidarität mit den „nationalen Befreiungsbewegungen“ an, bald auch die des Lobes des „Antizionismus“ und des offenen Antisemitismus in Teilen der radikalen Linken. Ein Sprengstoffanschlag der „Tupamaros West-Berlin“ 1969 auf das Jüdische Gemeindehaus in der Berliner Fasanenstraße während einer Gedenkfeier zum 9. November scheiterte lediglich am Versagen des Zünders. Auch die Trennung jüdischer von nichtjüdischen Fluggästen durch deutsche Terroristen der „Roten Zellen“ in der 1976 nach Entebbe entführten Air-France-Maschine steht in dieser beschämenden Tradition. Es ließen sich weitere Beispiele solchen antisemitischen Furors hinzufügen.
Schon ein kurzer Blick in die Geschichte der eigenen politischen Strömung müsste reflektierten Linken eigentlich genügen, um zu begreifen: Es gibt wenig Anlass anzunehmen, dass Linke schon qua besonders edler Gesinnung gegen Antisemitismus immun wären. Warum erweisen sie sich dennoch so oft als derart unwillig und auch unfähig, antisemitische Denkmuster bei sich selbst oder in ihren eigenen Reihen zu erkennen, zu reflektieren und danach zu handeln? Da ist zum einen eine fatale Geschichtsvergessenheit, die Linke nicht exklusiv für sich haben. Aber zu viele von ihnen sehen das nicht als manifestes Problem, obgleich ihr politischer Anspruch doch mehr als jede konservative oder reaktionäre Haltung darauf angewiesen ist, aus der eigenen Geschichte Lehren zu ziehen. Nach 1989/1990 gab es tatsächlich solch einen Moment der Reflexion und der Suche nach Ursachen für das Scheitern des Realsozialismus und der Gründe für die historischen Irrtümer. Doch das hat nicht lange nachgehalten.
Inzwischen gewinnen antisemitisch konnotierte Parolen und Denkweisen innerhalb linker Strukturen und Organisationen wieder größeren Raum. Sie äußern sich insbesondere in projektivem Antizionismus, destilliert aus dem Revival des überwunden geglaubten manichäischen Antiimperialismus. Auch dogmatische, aktivistisch aufgeladene Interpretationen postkolonialer und queer-feministischer Theoriebildung, deren Ursprüngen wir durchaus relevante Einsichten verdanken, boten sich als Vehikel der „Umweg-Kommunikation“ für antisemitische Welterklärungsmuster an. Nicht selten ist es die Kombination aus allem. Dieser neue Antizionismus funktioniert auf verheerende Weise als Brückenideologie. Er vereint Milieus, die an sich nicht viel verbinden sollte, unter „antizionistischer“ Flagge: Ältere und jüngere Linke gehen mit säkular-nationalistischen oder islamistischen Aktivisten und mit Apologeten des iranischen Mullah-Regimes gemeinsam auf die Straße, so wie jüngst in Berlin am sogenannten Nakba-Tag, um die Auslöschung Israels zu fordern. Queere Menschen demonstrieren mit Leuten, die Schwule an Baukränen aufhängen? Man reibt sich verwundert die Augen.
Völlig neu ist das nicht, vielmehr alter Wein in neuen Schläuchen. Solche Positionen waren aber bis vor wenigen Jahren hierzulande eher randständig. Mittlerweile gehört Antizionismus für immer breitere Teile der Linken zum identitären Marker der Gruppenzugehörigkeit, der nicht mehr hinterfragt wird. Shulamit Volkov sprach von Antisemitismus als einem „kulturellen Code“, als Teil eines linken „Pauschalangebots“. Es wächst der Druck, sich zu positionieren. Man möchte demonstrieren, auf „der richtigen Seite zu stehen“. In kulturellen Szenen und wissenschaftlichen Milieus hat die intensive Propaganda von BDS und anderen aktivistischen Netzwerken verfangen. Über webbasierte News-Kanäle und digitale Plattformen befeuern auch staatliche Akteure wie Russland oder der Iran diskursive Narrative, die zwar sehr wenig mit der historischen Wahrheit zu tun haben, aber umso mehr mit der affektiven Mobilisierung von Verschwörungsglauben.
All das trifft auf eine Linke mit immer schwächerem kollektiven historisch-kritischen Bewusstsein, in der das selbstreflektierende Denken und die notwendige Aufklärungsarbeit hinter affektiver Mobilisierung und ideologischem Missionseifer zurückstehen müssen. Hinzu kommt, dass „chiffrierte“ Ausdrucksformen antisemitischer Einstellungen, bei denen nicht explizit von Juden die Rede ist, nicht umstandslos offen zutage liegen. Jean Améry nannte das den „ehrbaren Antisemitismus“, den Antisemitismus, der auf keinen Fall einer sein will. In der immer unbegreifbarer erscheinenden Welt voller Krisen und Widersprüchen, in der die Linke einen Kampf nach dem anderen zu verlieren und nur wenige zu gewinnen scheint, wächst die Sehnsucht nach Identifikation und klar geordneten Verhältnissen.
Der obsessive Blick Richtung Nahost bietet die Möglichkeit, sich mit einer vermeintlich machtlosen und unterdrückten Seite zu identifizieren und gegen die wiederum vermeintlich übermächtigen Unterdrücker zu mobilisieren. Das erleichtert, all die komplexen Probleme unserer Gegenwart zu verdrängen. Diese quasi-religiöse Erweckungsvorstellung kann sich an den Ausgang des vermeintlich „letzten Gefechts“ zwischen Gut und Böse heften: „Gaza will free us all“ oder „Palestine will set us free“. Viele Konflikte auf unserem Globus, die ganzen Ambivalenzen und zahllosen Zumutungen, mit denen man sich jeden Tag herumschlagen muss, gerinnen dann zum Nebenwiderspruch. Dabei geht es aber kaum um Frieden in Israel und Palästina. Es geht eher um kollektive und individuelle psychische Entlastung, man stiftet sich heimelige Gemeinschaft anhand geteilter Feind- und Weltbilder.
Die Sehnsucht nach einfachen Welterklärungen ist kein linkes Alleinstellungsmerkmal. Manichäische Weltsichten haben in besonders bewegten, unsicheren Zeiten ihre Hochkonjunktur. Sie sind der Nährboden, auf dem „politische Schwarzmarktfantasien“ (Oskar Negt) gedeihen – wie Verschwörungsglauben und eine Verklärung besserer Zeiten, die es so niemals gegeben hat. In solch einer Gemengelage erfüllt Antisemitismus eine wichtige Funktion der gesellschaftlichen Herrschaftssicherung. Denn der moderne Antisemitismus ist nicht einfach ein Vorurteil wie jedes andere. Mit ihm werden die als negativ und schädlich empfundenen Folgen abstrakter Herrschaft des Kapitals personifiziert und mittels Verschwörungsmythen auf Juden projiziert. Es wäre daher ein unverzeihlicher Fehler, Antisemitismus ausschließlich oder vordergründig auf Seiten der Linken zu entdecken und hart zu kritisieren. Nur: Der linke Antisemitismus besorgt eben auch das Geschäft derjenigen, gegen die die Linken eigentlich zusammenstehen müssten.
Der heutige Berliner Antisemitismusbeauftragte Samuel Salzborn hielt 2009 fest: Antisemitismus ist in allen politischen Spektren anzutreffen, sei aber „gerade in der sozialistischen und feministischen Bewegung […] die Ausnahme, nicht die Regel“, weil diese die „Strukturdimensionen bürgerlicher Vergesellschaftung grundsätzlich mehr hinterfragen als konservative und religiöse Bewegungen.“ Die Ereignisse und Debatten seit dem 7. Oktober 2023 haben leider gezeigt, dass diese kritische Reflexion, von der Salzborn spricht, in linken und gerade den in queer-feministischen Bewegungen auf dem Rückzug ist. Immer mehr Linke, die im „kapitalistischen Westen“ die Wurzel aller „dekadenten“ Übel unserer Welt erblicken und all jene Kräfte, die ihn erbittert und kompromisslos bekämpfen, als progressiv, ursprünglich und „widerständig“ imaginieren, reagieren mit Abwehr, Leugnung und Relativierung, werden sie auf die antisemitischen Konnotationen gestoßen, die eine solche Simplifizierung in sich birgt.
Hörte mit dem 7. Oktober 2023 also, wie Eva Illouz schrieb, das Herz der Linken auf, zu schlagen? Auf jeden Fall muss, wer ihren Herzschlag noch vernehmen möchte, sehr genau hinhören. Er ist leise geworden. Aber es trifft auch zu, was der Antisemitismusforscher Stephan Grigat unlängst in einem Essay zur historischen wie gegenwärtigen Lage anmerkte: „Die schärfsten Kritiker von Antisemitismus in der Linken […] fühlen sich selbst linken Theorietraditionen verpflichtet – insbesondere der Kritik der politischen Ökonomie von Karl Marx und der klassischen Kritischen Theorie von Theodor W. Adorno und Max Horkheimer.“ Nach dem 7. Oktober stellten sich „maßgeblich Teile der linken Antifa“ den antiisraelischen Massenaufläufen in deutschen Städten entgegen; auch an Universitäten und Hochschulen sind es „vornehmlich aus der Linken stammende Autorinnen und Autoren, die dem Antisemitismus, seiner Verharmlosung und der Fraternisierung mit der Gegenaufklärung etwas entgegensetzen.“
Soll der Herzschlag der Linken wieder laut und kräftig zu hören sein, wäre sie allerdings gut beraten, sich dieser kritischen Tradition wieder zu besinnen. Es ist die Tradition offenen und harten Streits in der Sache, der permanenten kritischen Selbstbefragung auf der Suche nach Wegen, unsere Welt etwas menschlicher einzurichten. Linke sind nicht unfehlbar. Sie schleppen, wie alle anderen Menschen auch, unhinterfragte Deutungen der gesellschaftlichen Lage mit sich herum, darunter eben auch sehr problematische. Marx hatte als Lebensmotto: „An allem ist zu zweifeln.“ Auch er unterlag diversen Irrtümern. Das ist schlicht menschlich. Aber Karl Marx gab sich diesbezüglich keiner Illusionen hin. In solchem Geist hat die politische Linke ihre wichtigsten Beiträge zur Verwirklichung eines universellen, humanistischen Anspruchs und zur Entwicklung der menschlichen Zivilisation mit harter Selbstkritik und Selbstreflexion geleistet. Sobald sie dies aber unterließ, stand sie auf Seiten der Barbarei und des Verrats an ihren eigenen Ansprüchen. Es gilt also mehr Marx zu wagen. Ein erster Schritt wäre das Eingeständnis, dass die politische Rechte Antisemitismus nicht exklusiv für sich gepachtet hat. In zu identitären Dogmen geronnenen Theorietraditionen, verkürzter und romantischer Kapitalismuskritik, autoritären pseudoradikalen Posen und der „anti-imperialistisch“ grundierten Freund-Feind-Logik hat er auch seine spezifisch linke Ausprägung gefunden. Antisemitismus lässt sich aus der Geschichte linker Ideen und Praxis nicht wegretuschieren. Wer davon aber nichts wissen will, tritt die Ideale mit Füßen, die seit der Aufklärung den Kern linken Denkens ausmachen: Gleichheit, Freiheit und Solidarität.
____________________
Die Erstveröffentlichung des Textes unter dem Titel „Queere Menschen demonstrieren mit Leuten, die Schwule an Baukränen aufhängen?“ war im August 2026 im Gemeindeblatt der Israelitischen Kultusgemeinde München nachlesbar. Mit freundlicher Genehmigung dürfen wir diesen Beitrag an dieser Stelle wenige Tage vor dem 7. Oktober hier zweitveröffenlichen. Der IKM war daran gelegen, „(e)ine Analyse über die Ursprünge und Auswirkungen des linken Antisemitismus vor und nach dem Massaker am 7. Oktober 2023 von Klaus Lederer, Sprecher für Queerpolitik und Drogenpolitik der Linksfraktion Berlin & Bürgermeister und Senator des Landes Berlin a.D.“ in die Debatte zu bringen. Der Text von Klaus Lederer geht in die Tiefe und in die Geschichte linker Bewegungen weltweit und wurde nicht für parteipolitischen Auseinandersetzungen geschrieben, wie sie gerade aktuell nach den Wahlen im Land Berlin stattfinden, in denen eine Tendenz des Missbrauchs der notwenigen Auseinandersetzung mit Antisemitismus zur Verhinderung progressiver Politik durchaus manch mediale Öffentlichkeit bewegt.
Wir haben als Progressive Linke e. V. diese Zweitveröffentlichung anlässlich des 3. Jahrestages des 7. Oktober geplant. Für uns steht die sensible Analyse von Klaus Lederer Text im Mittelpunkt, um moderne Spielarten des Antisemitismus als „kulturellen Code“ einer Gegenaufklärung besser zu verstehen. Wir gehen davon aus, dass eine solche Analyse auch vor Instrumentalisierungen in den aktuellen politischen Auseinandersetzungen schützen kann. (die Red.)
Klaus Lederer
Ich bin 1974 in Mecklenburg geboren und verbrachte meine Kindheit und frühe Jugend in Frankfurt an der Oder. Nach dem Ende der DDR engagierte ich mich in linken Jugendverbänden und seit 1992 in der Partei des demokratischen Sozialismus (PDS).
Mein Studium der Rechtswissenschaften bis zur Promotion zum Dr. jur. an der Juristischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin, die Arbeit in der PDS und für sie in der Kommunalpolitik füllten meine 1990er Jahre. Im Dezember 2005 wurde ich zum Landesvorsitzenden der LINKEN in Berlin gewählt. An der Spitze des Landesverbandes blieb ich bis Dezember 2016.
Von 2003 bis Januar 2017 war ich Mitglied der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus und dort rechtspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE.
Von 2016 - 2023 war ich Bürgermeister und Senator für Kultur und Europa in Berlin und wieder seit 2021 Mitglied des Abgeordnetenhauses.
Im Oktober 2024 habe ich die Partei DIE LINKE verlassen.








